Das CJD - Die Chancengeber CJD Gymnasium Braunschweig

Exzellenz-und Kompetenzkurse

Zusätzliche Kurse in der Qualifikationsstufe

Individuelle Begabungen entdecken und fördern ist ein wichtiges Anliegen der Einrichtung. Die Bildungsangebote in den unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereichen zielen auf individuelle und soziale Bildungsprozesse unter kognitiven, emotionalen, musischen, sportlich-motorischen und lebenspraktischen Perspektive Hierzu werden in der Qualifikationsstufe der Christophorusschule zusätzlich zu den üblichen Kursen mit erhöhtem bzw. mit grundlegendem Anforderungsniveau und Ergänzungskursen zwei Kursangebote unterbreitet. Dabei handelt es sich um Exzellenzkurse sowie um Kompetenzkurse.

Ziele

  • Begabungsförderung durch komplexe Persönlichkeitsbildung
  • Entdeckung und Förderung individueller Begabungen und besonderer Entwicklungspotentiale

Umsetzung

  • zusätzliche Bildungsangebote in den unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereichen der Einführungs- und Qualifikationsstufe:
    • Exzellenzkurse als Herausforderung für Hochleister
    • Kompetenzkurse zur Persönlichkeitsbildung

  • Zertifikat mit entsprechender wertender Dokumentation als Zusatz zum Abiturzeugnis

Exzellenzkurse

Exzellenzkurse sind ausgerichtet auf Schülerinnen und Schüler, die einen Unterricht wünschen, der eine besondere intellektuelle Herausforderung darstellt und die Ausprägung einer Anstrengungskultur erforderlich macht. Als Zielgruppe kommen damit Schülerinnen und Schüler aller Profile in Betracht, insbesondere, wenn sie über eine besondere Begabung oder eine allgemeine Hochbegabung verfügen.

  • Erfüllung der Belegungsverpflichtung von Kursen mit erhöhtem Anforderungsniveau (ehemals Leistungskurse)
  • Wahl als Abiturprüfungsfach möglich
  • höhere Anforderungen als in den Kursen mit erhöhtem Anforderungsniveau:
    • höheres Lerntempo
    • fachvertiefendes, projektbezogenes und/oder schulfachgrenzenüberschreitendes Arbeiten
    • höherer Stellenwert des Anforderungsbereichs III
    • tiefere Stoffdurchdringung
    • komplexere Arbeitsgrundlagen
    • höhere Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit
    • Wahrnehmung schulexterner Lernangebote

Kompetenzkurse

Kompetenzkurse sind ein zusätzliches Unterrichtsangebot an Schülerinnen und Schüler.

  • zusätzliches Unterrichtsangebot in den Jahrgängen 10-12
  • fächerübergreifend oder ohne Bindung an ein bestimmtes Unterrichtsfach
  • allgemeinbildende und kompetenzsteigernde Angebote:
    • Methoden und Arbeitstechniken
    • lebenspraktische Themen
    • Erwerb von zusätzlichen Kenntnissen und Schlüsselqualifikationen
  • außerhalb der Unterrichtszeit; Laufzeit 8-12 Wochen
  • überwiegend von externen Experten veranstaltet
  • freiwillige Teilnahme
  • keine Zensuren, aber kursspezifische Kriterien für die erfolgreiche Teilnahme
  • jahrgangsübergreifend

Besuch des Kompetenzkurses Teilchenphysik im Deutschen-Elektronen-Synchrotron (DESY), 2018

Am 3. November 2018 hat der Kompetenzkurs Teilchenphysik der Chistophorusschule BS das Deutsche-Elektronen-Synchrotron (DESY), ein Forschungszentrums in Hamburg besucht.
Das DESY besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Beschleunigerkreisen, in denen ein Elektronenstrahl in einer Röhre so stark beschleunigt wird, dass er Synchrotronstrahlung abgibt, mit denen dann verschiedene Experimente durchgeführt werden können. So können etwa, ähnlich wie bei einem herkömmlichen Lichtmikroskop, Bilder von winzigsten Molekülen angefertigt werden, indem diese mit der Synchrotronstrahlung durchleuchtet werden.
Die Labore in denen das geschieht, haben wir uns dann in einer Führung über den Campus angeschaut. In diesen Laboren werden vom derzeit größten in Betrieb befindlichen Beschleunigerring PETRA (Positron-Elektron-Tandem-Ring-Anlage) diese Strahlen fokussiert abgeleitet, sodass die Wissenschaftler dort ihre Experimente durchführen können. Allerdings kommt nur jedes vierte bis fünfte Projekt, das die Nutzung beantragt, auch wirklich zum Zuge. Dann ging es weiter zum schon seit 2007 stillgelegten HERA- Beschleunigerring (Hadron-Elektron-Ring-Anlage), wo wir in den 6,3 km langen Tunnel hineingehen konnten, und wo verschiedene Möglichkeiten zum Nachweis von „Produkten“ der Kollision zweier Teilchen vorgestellt wurden. Dafür mussten wir erst einmal mit einem umgebauten Lastenaufzug 27 Meter unter die Erde fahren.Unten angekommen wurde uns zuerst eine Funkenkammer gezeigt und erklärt. In dem Detektor waren etwa tausende extrem dünne Drähte gespannt, mit denen jeweils ein Teilchen detektiert werden konnte.  Danach ging es noch darum, wie die Detektoren am Beschleuniger funktionieren. Abschließend ging es in den Ringtunnel, welcher verschiedene Magnete besitzt : Quadrupolmagnete, Dipolmagnete und teilweise auch supraleitende Magnete.
In dem Beschleuniger wurde allerdings während der Betriebszeit nicht nur mit Elektronen, sondern auch mit Protonen experimentiert. Spannend war auch zu erfahren, mit welch enormen Aufwand die gesamte Anlage gekühlt werden musste, da die supraleitenden Magnete bei mehr als 6 Kelvin ihre Wirkung verloren. Deshalb „schwamm“ der eigentliche Ring in flüssigem Helium, welches zur Isolation nochmals mit einem Vakuum umgeben war.  Da der Tunnel so lang ist, gibt es dort unten sogar Fahrräder. Nach der Führung fuhren wir zurück nach Braunschweig, wo der Ausflug dann endete.