Unter dem Titel „Dunkle Materie, Gottesteilchen und Antimaterie - Teilchenphysik in der Schule?“ lädt die Christophorusschule am Donnerstag, dem 14.12.2017 um 18 Uhr zu einem CERN Alumnus Vortrag. Der Eintritt ist frei.

Olaf Zelesnik, Lehrkraft am Gymnasium Christophorusschule in Braunschweig, verbrachte in den Sommerferien als einer von zwei Teilnehmern aus Deutschland eine dreiwöchige Lehrerfortbildung am CERN, dem europäischen Kernforschungzentrum in Genf.

Sommerferien – das ist für die Meisten Zeit um Abstand vom schulischen Alltag zu gewinnen. Die Klausuren sind korrigiert und auch die Unterrichtsplanung für das kommende Schuljahr füllt nicht die ganze Zeit aus. Doch Abstand vom Unterrichtsfach – nicht für Olaf Zelesnik, Diplom-Physiker und Lehrkraft am Gymnasium Christophorusschule im CJD Braunschweig. Als eine von 43 Lehrkräften weltweit erhielt er einen der begehrten Plätze am International High School Teacher Programm (HST2017). Die Teilnehmer nahmen an den drei ersten Juliwochen an rund 100 Vorlesungsstunden und an zahlreichen Workshops und Exkursionen am CERN, dem weltweit größten Forschungszentrum auf dem Gebiet der Teilchenphysik, teil.

„CERN ist nicht nur der Geburtsort des World Wide Web, sondern ein Mekka für Physiker. Rund 10.000 Gastwissenschaftler aus 85 Nationen arbeiten dort an verschiedenen Experimenten. Es freut mich sehr, dort direkte Einblicke in die verschiedenen aktuellen Forschungsprojekte bekommen zu haben. Unsere Fragen konnten wir direkt an die Experten richten.“, beschreibt Zelesnik seine Motivation für den Besuch. „Unter anderem haben wir die Antimateriefabrik und das CMS Experiment am Large Hadron Collider (LHC) besichtigt. In diesem 27 km langen Tunnel, werden Teilchen mit ca. 99,999999% der Lichtgeschwindigkeit zum Zusammenstoß gebracht. Die Energien entsprechen dabei auf kleinem Raum etwa denen, welche wenige Momente nach dem Urknall im ganzen Universum vorherrschten. So kam man bereits dem Higgs-Boson auf die Spur, was 2013 mit dem Nobelpreis für Physik belohnt wurde. Aber die Suche, was die Welt im Innersten zusammenhält geht weiter.“

Einen Teil des Forschungsbudgets investiert das CERN jährlich auch darin, Lehrkräften, Schülern und Studenten Einblicke in die Forschungen zu geben. Der HST2017 Workshop ist dabei das Highlight für Physiklehrer aus aller Welt. Auch die Vortragenden kamen aus aller Welt. So gab z.B. das Perimeter Institut aus Kanada einen Workshop am S‘Cool Lab, dem Schülerlabor des CERN.

Natürlich haben die Teilnehmer des HST2017 den Auftrag, ihr Wissen weiterzugeben. Am Donnerstag, dem 14.12. berichtet Zelesnik in den AX Räumen der Christophorusschule von seinen Erfahrungen. Der Vortrag richtet sich nicht nur an Schüler und Lehrkräfte der Naturwissenschaften, alle Interessierten sind herzlich eingeladen.